Stand: Der VPN-Dienst ist für Dezember 2026 geplant; Einzelheiten können sich bis dahin ändern.
Vertrauen wandert. Es verschwindet nicht.
Ohne VPN sieht Ihr Internetanbieter, mit welchen Servern Ihr Gerät spricht. Mit VPN sieht er nur noch die Verbindung zum VPN-Server. Was er vorher sehen konnte, kann jetzt der VPN-Dienst sehen.
Ein VPN schafft diesen Einblick also nicht ab. Es gibt ihn weiter. Die eigentliche Frage an jedes VPN lautet deshalb nicht, wie stark es verschlüsselt, sondern wem Sie danach vertrauen und woran Sie prüfen können, ob das berechtigt ist.
Was nicht aufgezeichnet wird
- Ihre Ziele und was Sie dort tun. Welche Seiten und Dienste Sie über das VPN aufrufen und was Sie dort tun, hält der VPN-Dienst nicht in einer Form fest, die sich Ihnen zuordnen ließe.
- Kennungen dazu. Zu dem, was über das VPN geschieht, wird keine Kennung gespeichert: keine IP-Adresse, keine Gerätekennung, auch keine andere.
- Wer hinter einer Adresse steht. Mehrere Nutzer treten zugleich mit derselben IP-Adresse des VPN-Servers auf, und welche eigenen Adressen der Nutzer dahinterstehen, wird nicht festgehalten. Was von einer solchen Adresse ausgeht, führt deshalb zu keinem einzelnen Nutzer zurück.
- DNS-Anfragen. Die DNS-Server des VPN-Dienstes protokollieren keine Anfragen.
- Kein Tracking im Tunnel. Zum VPN-Dienst gehören weder Cookies noch andere Techniken, die Ihnen folgen.
Endet eine Sitzung, ist nichts mehr darüber gespeichert, was Sie in ihr getan haben.
Was während einer Sitzung im Arbeitsspeicher liegt
Ganz ohne Angaben kommt keine Verbindung aus: Der VPN-Server muss wissen, wohin er die Antworten schickt.
Bei WireGuard liegt Ihre IP-Adresse dafür im flüchtigen Speicher, nur für die Dauer der Sitzung, und wird mit deren Ende gelöscht. Eine Verbindung zu dem, was Sie über das VPN tun, wird nicht hergestellt. Eine Schlüsselverwaltung entfernt außerdem jedes Gerät aus dem Speicher des VPN-Servers, das drei Minuten lang keinen Handshake hatte.
Bei OpenVPN dürfen die Prozesse auf den VPN-Servern nichts schreiben, und Syslog ist abgeschaltet. Ein Protokoll entsteht so auch nicht vorübergehend im Arbeitsspeicher.
Die VPN-Server haben keine Festplatten. Was im Arbeitsspeicher liegt, ist verloren, sobald ein Server ausgeschaltet wird; mehr unter VPN-Sicherheit.
Wo die Zusage endet
- Sie gilt dem, was Sie tun. Dass beim Verbinden keinerlei Daten anfallen, sagt sie nicht: Solange Sie verbunden sind, kennt der VPN-Server Ihre IP-Adresse.
- Sie gilt nicht für das, was Sie selbst mitteilen. Schreiben Sie über die VPN-Verbindung eine Anfrage und geben sich darin zu erkennen, ist diese Anfrage Ihnen zugeordnet.
- Grenzen im Tarif brauchen eine Zuordnung. Eine Verbindung im Tarif Free, bis zu fünf Geräte in den bezahlten Tarifen: Solche Grenzen lassen sich nur einhalten, wenn Verbindungen oder Geräte einem Konto zugeordnet werden.
- Ihr Konto ist bekannt. Das VPN gehört zum selben Konto wie Ihr Postfach. Gegenüber privymail.eu ist Ihr VPN-Zugang deshalb nicht anonym.
Was ein VPN-Dienst technisch sehen kann
- von welcher IP-Adresse Sie sich verbinden, denn sonst käme keine Verbindung zustande,
- wann und wie lange Sie verbunden sind und wie viele Daten fließen,
- mit welchen Servern Ihr Gerät spricht, einschließlich Ihrer DNS-Anfragen,
- den Inhalt von Verbindungen, die nicht selbst verschlüsselt sind.
Den Inhalt verschlüsselter Verbindungen, etwa von Seiten mit HTTPS, kann er nicht sehen. Sehen können heißt nicht aufzeichnen. Aber was nicht gespeichert wird, kann später auch niemand herausverlangen oder stehlen.
Die Datenschutzerklärung entscheidet
Die verbindliche Beschreibung muss vor dem Start in der Datenschutzerklärung stehen: welche Daten beim Verbinden anfallen, wozu und wie lange sie gespeichert werden und wo sie verarbeitet werden.
Was die übrigen Seiten über Betrieb und Datenverarbeitung sagen, gilt dem Maildienst. Für das VPN gilt, was auf den VPN-Seiten und in der Datenschutzerklärung steht.
Fragen
Werden meine Verbindungen protokolliert?
Welche Seiten und Dienste Sie aufrufen und was Sie dort tun, wird nicht in einer Form festgehalten, die sich Ihnen zuordnen ließe. Endet eine Sitzung, ist dazu nichts mehr gespeichert.
Kennt der VPN-Dienst meine IP-Adresse?
Ja, solange Sie verbunden sind: Ohne sie käme keine Verbindung zustande. Bei WireGuard liegt sie bis zum Ende der Sitzung im flüchtigen Speicher und wird dann gelöscht.
Teile ich meine IP-Adresse im VPN mit anderen?
Ja. Mit der Adresse, unter der Sie nach außen auftreten, sind zugleich andere Nutzer unterwegs. Welche eigenen Adressen der Nutzer dahinterstehen, wird nicht festgehalten.
Ist mein VPN-Zugang anonym?
Nein. Er gehört zu Ihrem Konto, und der VPN-Dienst sieht die IP-Adresse, von der Sie sich verbinden.
Was merkt sich das Protokoll selbst?
WireGuard hält zu jedem Schlüssel einige Angaben im Arbeitsspeicher, darunter die letzte Internetadresse des Geräts. Mehr unter WireGuard.
Wie der Tunnel schützt und wo sein Schutz endet, steht unter VPN-Sicherheit, die Übersicht unter VPN.
WireGuard ist eine eingetragene Marke von Jason A. Donenfeld.